Wilhelm Ballmann (1887–1914)
Der Bildhauer studiert in Berlin, Karlsruhe und Frankfurt, wo er am Städelschen Institut, dem Städel Museum, beschäftigt ist. Er bezeichnet sich als akademischer Bildhauer, lässt sich in Mannheim nieder und arbeitet mit dem Bildhauer Franz Gelb zusammen. Sein Tod in den ersten Monaten nach Kriegsbeginn ist ungeklärt, wahrscheinlich ein Selbstmord, bedingt durch die kriegsbedingte Schließung seiner Werkstatt, den drohenden Ausfall von Aufträgen und einer möglichen Einberufung.
Wie viele andere Bildhauer arbeitet er für das Mannheimer Hochbauamt unter der Leitung von Richard Perrey am figürlichen Bauschmuck städtischer Gebäude. In zeitgenössischen Publikationen bleibt er oft ungenannt, wie die meisten seiner Kollegen.
Von Ballmann finden sich noch andere Arbeiten in Mannheim:
- der Jubiläumsbrunnen auf dem Bahnhofsvorplatz (Allegorie auf das Gedeihen Mannheims, 1907, nicht mehr vorhanden)
- das Grabmal des Predigers der Freireligiösen Gemeinde Karl Scholl (Büste 1907, erhalten)
- das Grabmal der Sängerin Dina Voisin-van der Vijer auf dem Hauptfriedhof (Trauernde Mädchengestalt, 1909, erhalten) - - - einige der Apostelfiguren am Kuppelumgang der Christuskirche Mannheim.