• Künstler:in Bruce Beasley
  • Titel Spokesman II
  • Jahr 1994
  • Kategorie Plastik
  • Material Bronze
  • Objektmaße (ohne Sockel) 366 x 75 x 8 cm
  • Sockelmaße 111,5 x 111,5 x 8 cm
  • Standort aktuell / Jahr Verwaltungsgerichtshof BA-Wü, Schubertstraße 11, 68165 Mannheim

Bruce Beasley (*1939)

Bruce Beasley ist ein US-amerikanischer Bildhauer mit einer jahrzehntelangen internationalen Karriere. Sein künstlerischer Weg beginnt zunächst ungewöhnlich mit einem Studium in Raketeningenieurwesen am Dartmouth College. Erst durch einen Kunstkurs entdeckt Beasley seine eigentliche Berufung und wechselt an die University of California, Berkeley, wo er 1962 sein Studium der Bildhauerei abschließt.

Bereits während des Studiums gelingt ihm ein früher Durchbruch mit seiner Arbeit „Tree House“, die 1961 in der einflussreichen Ausstellung „The Art of Assemblage“ im Museum of Modern Art in New York neben Künstler*innen wie Picasso und Duchamp zu sehen ist. Dieser frühe Erfolg markiert den Beginn seiner internationalen Karriere.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelt Beasley eine eigenständige, abstrakte Formensprache. Hierfür arbeitet er mit unterschiedlichen Materialien wie Gusseisen, Bronze, Edelstahl, Granit und Acryl, um insbesondere die geometrischen Formen und deren Ausdruckskraft zu erforschen. Das Resultat ist die Kombination einfacher Grundformen zu komplexen, oft dynamisch wirkenden Skulpturen.

Zur Arbeit

Das Werk „Spokesman II“ (dt. Sprecher) von Bruce Beasley entsteht in den 1960er-Jahren und gehört zu seiner frühen „Cubic Series“. Die Skulptur scheint vom Boden nach oben zu wachsen und dabei stetig an Volumen zuzunehmen: Aus einem schmalen, senkrechten Quader entwickeln sich weitere würfel- und quaderförmige Elemente, die sich stapeln, verschieben und leicht gegeneinander kippen. So entsteht der Eindruck eines fragilen, aber ausbalancierten Gefüges.

Durch Einschnitte und Übergänge greifen die einzelnen Formen ineinander und verbinden sich zu einer dynamischen Gesamtstruktur. Im oberen Bereich verdichtet sich die Form zu einer Art Säule, die wirkt, als würde sie nach oben getragen werden – fast wie von einer abstrahierten Handbewegung.

Trotz der klaren Geometrie erscheint „Spokesman II“ dynamisch. So wird die Skulptur zu einem eindrucksvollen Spiel aus Balance, Wachstum und Ausdruck. (AT)