Dan Graham (1942–2022)
Dan Graham ist ein US-amerikanischer Künstler, der zu den prägenden Figuren der Konzeptkunst und Minimal Art zählt. Einen klassischen akademischen Ausbildungsweg durchlief er nicht – stattdessen begann er seine Laufbahn in den 1960er-Jahren als Galerist und entwickelte daraus seine eigene künstlerische Praxis.
Schon früh arbeitete Graham an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Medien. Bekannt wurde er zunächst mit Textarbeiten und fotografischen Serien, bevor er sich zunehmend räumlichen Installationen zuwandte. Seit den 1970er-Jahren schuf er seine charakteristischen „Pavilions“ – begehbare Strukturen aus Glas, Stahl und Spiegeln, in denen er Wahrnehmung, Raum und das Verhältnis zwischen Betrachter*innen und Umgebung untersuchte.
Sein Werk verbindet analytisches Denken mit sinnlicher Erfahrung und greift häufig Themen aus Architektur, Popkultur und urbanem Raum auf. Grahams Arbeiten wurden international ausgestellt und sind heute in zahlreichen bedeutenden Sammlungen vertreten.