• Künstler:in Dan Graham
  • Titel Two Intersecting Sine Waves
  • Jahr 2017
  • Kategorie Plastik
  • Material Edelstahl, Glas
  • Objektmaße (ohne Sockel) 240 x 851 x 339 cm
  • Standort aktuell / Jahr Skulpturenplatz, Kunsthalle Mannheim, Haupteingang, Friedrichsring 4, 68161 Mannheim
  • Standort alt / Jahr Kunsthalle Mannheim, Nordseite, Friedrichsring 4, 68161 Mannheim

Dan Graham (1942–2022)

Dan Graham ist ein US-amerikanischer Künstler, der zu den prägenden Figuren der Konzeptkunst und Minimal Art zählt. Einen klassischen akademischen Ausbildungsweg durchlief er nicht – stattdessen begann er seine Laufbahn in den 1960er-Jahren als Galerist und entwickelte daraus seine eigene künstlerische Praxis.

Schon früh arbeitete Graham an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Medien. Bekannt wurde er zunächst mit Textarbeiten und fotografischen Serien, bevor er sich zunehmend räumlichen Installationen zuwandte. Seit den 1970er-Jahren schuf er seine charakteristischen „Pavilions“ – begehbare Strukturen aus Glas, Stahl und Spiegeln, in denen er Wahrnehmung, Raum und das Verhältnis zwischen Betrachter*innen und Umgebung untersuchte.

Sein Werk verbindet analytisches Denken mit sinnlicher Erfahrung und greift häufig Themen aus Architektur, Popkultur und urbanem Raum auf. Grahams Arbeiten wurden international ausgestellt und sind heute in zahlreichen bedeutenden Sammlungen vertreten.

Dan Graham, Two Intersecting Sine Waves
Foto: Kunsthalle Mannheim
Dan Graham, Two Intersecting Sine Waves
Foto: Kunsthalle Mannheim

Zur Arbeit

„Two Intersecting Sine Waves“ von Dan Graham ist eine begehbare Skulptur, die zugleich wie ein kleines Gebäude wirkt. Sie entstand als Auftragswerk für die Kunsthalle Mannheim und gehört zu seiner „Pavilions“-Reihe, in der er Kunst und Architektur miteinander verbindet.

Das Werk besteht aus Glas und Metall und ist in geschwungenen Linien aufgebaut, die an sich kreuzende Wellen erinnern. Die Glasflächen sind halb durchsichtig und leicht verspiegelt. Dadurch entsteht ein besonderes Seherlebnis: Man blickt durch das Glas hindurch auf die Umgebung und sieht gleichzeitig das eigene Spiegelbild.

Je nach Lichtverhältnissen verändert sich dieser Eindruck. Bei Sonnenschein wirkt das Glas anders als bei bedecktem Himmel – mal transparenter, mal spiegelnder. So wird das Werk zu einem Spiel mit Wahrnehmung und Raum.

„Two Intersecting Sine Waves“ lädt dazu ein, sich zu bewegen, zu schauen und sich selbst im Raum neu zu erleben. Die Grenzen zwischen innen und außen sowie zwischen Beobachten und Beobachtet-Werden beginnen dabei zu verschwimmen. (AT)