Philipp Harth (1885–1968)
Der vielseitig begabte Philipp Harth studiert ab 1903 u.a. an den Kunstgewerbeschulen in Mainz und Karlsruhe Bildhauerei und Zeichnung und wird im Ersten Weltkrieg als Kartograph eingesetzt. Von 1917 bis 1928 ist er Lehrer für Kunsterziehung an der Odenwaldschule in Heppenheim. Ab 1925 beschäftigt er sich verstärkt mit Tierdarstellungen und schafft zahlreiche Kleinplastiken.
1935 wird seine Plastik „Adler“ als entartet beschlagnahmt, doch nimmt er weiterhin an Ausstellungen teil. 1943 wird Harth mit einem Arbeitsverbot belegt, steht aber gleichzeitig auf der „Gottbegnadeten-Liste“ Adolf Hitlers. Bei der Beschäftigung mit den Werken des vor allem durch seine gelungenen Tierdarstellungen berühmt gewordenen Bildhauers wird die Problematik künstlerischen Schaffens während der Zeit des Nationalsozialismus sehr deutlich.
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