• Künstler:in Hermann Volz
  • Titel Kriegerdenkmal / Siegerdenkmal E 7
  • Jahr 1894–96
  • Kategorie Nicht mehr am Standort
  • Material Bronze
  • Standort alt / Jahr Luisenring/Parkring E 7, Mannheim

Hermann Volz (1847–1941)

Hermann Volz ist 1880–1919 Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Bekannte und noch erhaltene Werke sind das Bunsen-Denkmal in Heidelberg oder das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Essen.
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Zur Arbeit

Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 beherrschen Nationalismus und Militarismus das Denken weiter Kreise der Gesellschaft. Auch Mannheim verfällt in diesen vaterländischen Taumel.
Für das Sieges- oder Kriegerdenkmal, das den Krieg von 1870/71 glorifiziert, werden Sammlungen und ein „Feldbasar“ veranstaltet. Die Ausführung erfolgt „ausschließlich nach der Idee des Künstlers“. Das Steinmaterial spendet der Inhaber der Mannheim Baufirma Heinrich Hartmann, die auch den Sockel ausführt. Das Denkmal wird am 27. September 1896 feierlich eingeweiht.
Der Sockel besteht aus Odenwälder Granit, ausgeführt von Werle & Hartmann Mannheim. Die Figuren gießt die Königliche Metallgießerei Hugo Pelargus, Stuttgart

Über zwei Stufen erhebt sich ein Sockel, der einem Sarkophag ähnelt und der in einen Quader übergeht. Zwischen dessen Ecksäulen sind vier Schilde mit Widmungen und den Namen der Hauptschlachten angebracht. Vor den Stufen, auf Fahnen und Wappen liegend, bäumt sich ein tödlich verwundeter Löwe auf. Er steht als Symbol der Kraft und Treue bis in den Tod. Ein Bronzefries, der mit Adlern geschmückt ist, leitet zu der Hauptfigur über: Ein Jüngling mit aufgestellten Flügeln und nach hinten wehendem Mantel landet dem Anschein nach leichtfüßig auf der mit Trophäen besetzten Sockelspitze. Er verkörpert den Sieg und hebt die Kaiserkrone in seiner linken Hand nach oben, mit der Rechten senkt er den Siegeslorbeer auf die Namen der unten verzeichneten Gefallenen.
1942 wird das Denkmal abgebrochen, obwohl das Landesdenkmalamt die Erhaltung der Figur fordert. Die Metallteile werden vermutlich eingeschmolzen. Der Löwe ist seit 1980 in Privatbesitz. (VK)