Max Laeuger (1864–1952)
Max Laeuger war ein Keramiker, Kunstgewerbler, Architekt, Gartenarchitekt und Professor an der Karlsruher Technischen Hochschule. 1907 war er Gründungsmitglied der Deutschen Werkbundes.
In Mannheim hatte er 1907 die Gesamtplanung zur Jubiläumsausstellung inne. Die noch heute in den Taxushecken des Friedrichsplatzes aufgestellten Sitzbänke wurden von ihm gestaltet. Zum Zeitpunkt der Enthüllung des Benz-Denkmals war er 69 Jahre alt und gerade emeritiert.
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Zur Arbeit
Das Denkmal ist eines der ersten, die nicht einen Fürsten, Feldherrn, Künstler oder Wissenschaftler verherrlichen, sondern einem Techniker gelten. Das helle Steinrelief zeigt Carl Benz, den Erfinder des Automobils, in einem wadenlangen Arbeitskittel, der an ein antikes Gewand erinnert. Er zeigt verhalten auf eine stilisierte, verhältnismäßig kleine Räderkonstruktion. Am oberen Rand steht „Carl Benz 1844 1929“. Die Festschrift zur Enthüllung des Denkmals am Ostersonntag 1933 verrät, wovon sich Laeuger inspirieren ließ: Es haben ihm die Vorbilder antiker, insbesondere „ägyptischer und assyrischer Monumentalkunst den Weg gewiesen“ (Karl Widmer).
Die Rückseite zeigt die Embleme der Initiatoren des Denkmals, die vier Automobilverbände RDA (Reichsverband der Automobil-Industrie), AvD (Automobilclub von Deutschland), ASC (Allgemeiner Schnauferl-Club) und ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club), und deutet einen zu Beginn der 1930er-Jahre modernen Rennwagen an. Die Inschrift lautet: „Carl Benz, dem Pionier des Kraftwagenbaus“.