• Künstler:in Hartmut Stielow
  • Titel Apus
  • Jahr 1988
  • Kategorie Skulptur
  • Material Granit und Stahl
  • Objektmaße (ohne Sockel) 188 x 138 x 118 cm
  • Standort aktuell / Jahr Luisenpark, Theodor-Heuss-Anlage 2, 68165 Mannheim, im Park Heinrich-Vetter-Weg,1993

Hartmut Stielow (*1957)

Hartmut Stielow studierte ab 1977 Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Bernhard Heiliger und wurde 1983 dessen Meisterschüler. Noch während seines Studiums gründete er gemeinsam mit anderen Bildhauer*innen die Künstlergruppe ODIOUS, die sich durch einen experimentellen und zeitgenössischen Zugang zur Skulptur auszeichnete.

Seit den 1980er-Jahren ist Stielow als freischaffender Bildhauer sowie als Lehrbeauftragter und Kurator tätig. 2000-2005 war er im Vorstand des „International Sculpture Center“ (USA). Aus der Auseinandersetzung mit der internationalen Skulpturenszene entwickelte er zusammen mit dem deutschen Kulturmanager und Kunstsammler Ralf Kirberg die Idee eines europäischen Netzwerks, aus der das „Sculpture Network“ hervorging, die sich die Vernetzung von Künstlern, Kunstmittlern und Skulpturenfreunden zur Aufgabe macht.

Zur Arbeit

Das Werk „Apus“ gehört zu Stielows frühen skulpturalen Arbeiten, in denen sich organische Formvorstellungen mit einer klaren, reduzierten Gestaltung verbinden. Der Titel verweist auf die eine Vogelgattung in der Familie der Segler und legt eine Auseinandersetzung mit Bewegung, Leichtigkeit und dem Verhältnis von Körper und Raum nahe.
Charakteristisch für Stielow ist die Kombination von Granit und Stahl: Während der Granit als gewachsenes, schweres Naturmaterial Ruhe und Beständigkeit ausstrahlt, steht der Stahl für Präzision, Eingriff und technische Formung. In dieser Gegenüberstellung von Natur und Technik entsteht eine spannungsreiche Balance, die der Skulptur zugleich Erdung und Dynamik verleiht. „Apus“ vermittelt so zwischen Schwere und Aufbruch und macht ein zentrales Anliegen Stielows sichtbar – die Verbindung von natürlicher Form und konstruktivem Denken. (AT)