Karl Trummer (1906–1957)
Geboren in Fürstenfeldbruck, absolviert er zwischen 1922 und 1927 eine Lehre als Holz- und Steinbildhauer und besuchte anschließend die Münchner Kunstgewebeschule. Ab 1930 lebt er in Sulzbach/Saarland. Im Sommer 1937 übernimmt er von Albert E. Henselmann die Freie Akademie Mannheim. 1949 ernennt ihn die Kunstakademie Karlsruhe zum Professor für Bildhauerei. Er stirbt unerwartet 1957.
Zur Arbeit
Die Wandreliefs im 1. OG der Universität (Schloss Ost) entstehen 1955 im Rahmen des Wiederaufbaus nach der fast vollständigen Zerstörung des Gebäudes im 2. Weltkrieg. Sie sind ein sogenanntes Kunst-am-Bau-Objekt. Carl Trummer ist vor der Aufgabe gestellt, die beiden Wandflächen zwischen den Eingängen zu den beiden Hörsälen der damaligen Wirtschaftshochschule so zu bespielen, dass die Reliefs nicht wie ein weiterer Baukörper wirken, sondern Mauern und Decke in die Gestaltung eingebunden sind und die Arbeit trotzdem eine Dynamik in den Raum hinein entwickelt.
Steigt man die Treppe in das 1. OG hoch, sind die beiden Wände links und rechts mit je einem Relief gestaltet.