Max von Widnmann (1812–1895)
Max (Carl) von Widnmann ist ein zu seiner Zeit hoch angesehener Bildhauer aus Bayern: In Mannheim stammt von ihm neben dem Dalberg-Denkmal auch das Iffland-Denkmal.
Der in Eichstätt geborene Sohn eines Arztes studiert an der Königlichen Akademie der Künste in München, wo er unter anderem Schüler des Bildhauers Ludwig Schwanthaler ist. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Rom lässt er sich in der bayerischen Hauptstadt dauerhaft nieder. Er findet die Gunst König Ludwigs I., der ihn mit Porträtbüsten für die Walhalla beauftragt und ihn 1848 als Nachfolger Schwanthalers an die Akademie beruft. Mit wachsender Popularität wirkt Widnmann auch über Bayern hinaus. Prinzregent Luitpold von Bayern erhebt ihn 1887 in den Adelsstand.
Ferdinand von Miller (1813–1887)
Mehrfach arbeitet Widnmann mit dem Bildhauer und Erzgießer Ferdinand von Miller zusammen, so auch bei seinen beiden Mannheimer Werken, für die Miller den Bronzeguss ausführt.
Der in Fürstenfeldbruck geborene Miller lernt und arbeitet unter seinem Onkel Johann Baptist Stiglmayer an der Königlichen Erzgießerei in München. Nach Stiglmayers Tod 1844 übernimmt er die Leitung der Erzgießerei. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählen die Quadriga des Münchner Siegestors und die Bavaria vor der Münchner Ruhmeshalle. Als Anerkennung für seine Verdienste wird er 1851 in den Adelstand erhoben. Sein herausragendes Können als Bronzegießer findet weit über Bayern hinaus Anerkennung; seine Arbeiten finden sich unter anderem auch in den USA.