• Künstler:in Maurice Lipsi
  • Titel Das Rad
  • Jahr 1960
  • Kategorie Skulptur
  • Material Volvic-Gestein
  • Objektmaße (ohne Sockel) H 2,22 m, T 32 cm, Durchm. 150 cm
  • Sockelmaße 125 x 45 cm
  • Standort aktuell / Jahr Friedrichsplatz, Eingang Augustaanlage, 68165 Mannheim, 1975
  • Standort alt / Jahr Carl-Diehm-Halle, Mannheim-Herzogenried, 1965

Maurice Lipsi (1898–1986)

Maurice Lipsi gilt als Vertreter der abstrakten Kunst, er schuf viele monumentale Steinskulpturen. Geboren in Polen, zog er 1912 nach Paris, arbeitete in „La Ruche“, wo sich auch die Ateliers von Chagall, Soutine, Modigliani, Zadkine befanden. Er studierte an der Ecole des Beaux Arts. Seit 1933 war er französicher Staatsbürger. Er nahm 1959 an der II. documenta teil.

Zur Arbeit

Die Arbeit von Maurice Lipsi erwarb die Stadt Mannheim nach dessen Austellung in der Kunsthalle Mannheim 1964. Das „Rad“ wurde 1965 auf dem Platz vor der GBG-Halle (damals Carl-Diem-Halle) in Mannheim-Herzogenried aufgestellt. 1969 fuhr ein LKW beim Rangieren auf dem Platz rückwärts an das Kunstwerk, das Rad stürzt auf den Boden und zerbrach in vier große und mehrere kleinere Stücke.

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Foto: MARCHIVUM Mannheim
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Foto: MARCHIVUM Mannheim

Es stellte sich heraus, dass die Arbeit nicht versichert war. So wurde der Schaden von Lipsi persönlich im November 1969 restauriert. Sein Freund Prof. Herbert Baumann, Leiter der Steinhauer-Klasse an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart, half ihm dabei.
Mannheimer Bürger:innen spendeten für das Projekt. Die Sprungschäden von dem Unfall sind man heute noch zu sehen.

Die Arbeit bekam einen neuen Standort vor der Kunsthalle. Aber der Mannheimer Fotograf Robert Häusser schlug in einen Leserbrief im Mannheimer Morgen als neuen Aufstellungsort den Friedrichsplatz vor, in der Nähe des Carl-Benz-Denkmals. Vor dem Treppenabgang am Ende des Platzes zur Augustaanlage gab es damals ein kleines Rondell, bepflanzt mit Blumen. Dort findet „Das Rad“ dann seinen endgültigen Platz.
Der Blick durch das Rad auf den Wasserturm ist eines der beliebtesten Fotomotive in Mannheim.

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Foto: Privat
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Foto: Susanne Albert

Worin liegt die besondere Aktualität der Arbeit? Auf jeden Fall in ihrer Raumbezogenheit und in ihrem ausdrücklich komplementären Verhältnis zum Raum. Die Blockhaftigkeit und das Halten der Balance stehen sich in gleichem Maße gegenüber. Durch die Öffnung in der Mitte des Rades, die unregelmäßig herausgearbeitet wurde, durchdringt die Skulptur Licht und Luft. Sie wird damit ein Teil der Natur, und die Natur wird Teil der Skulptur. (SK)