Den rechten Pfeiler ziert ein Schulkinderpaar, gekleidet wie in den 1920er-Jahren. Ein Junge mit Ballonmütze deutet auf eine Buchseite, das das kleinere Mädchen aufgeschlagen vor sich hält. Er scheint ihr etwas zu zeigen oder vorzulesen, was sie aufmerksam und ernst betrachten. Die Figuren lehnen an einer von Efeu umrankten Mauer. Eine Katze schaut neugierig nach hinten in den Schulhof.
Im Gegensatz dazu steht das Kinderpaar auf dem linken Pfeiler. Der Junge, kleiner als das Mädchen, lässt sich von ihr einen Ort auf der Erdkugel zeigen. Entspannt, die Hände in den Taschen der schlabberigen Hose, den Scout-Ranzen auf dem Rücken, folgt sein Blick dem Zeigefinger des Mädchens. Die Schülerin, zwanglos und unaufgeregt, hält den Globus wie einen Ball und deutet auf eine Stelle. Aus dem vollen Bücherregal der Rückseite schaut ein Teddybär. Der Sockel zeigt die Jahreszahl 2006. Der von dem Schulmädchen gehaltene Globus, der auch ein Spielball sein könnte, erinnert an das Jahr der in Deutschland ausgetragenen Fußballweltmeisterschaft.
Für den Bildhauer Matthias Dämpfle steht der Erdball als Symbol, dass den Kindern von heute die ganze Welt offensteht. Die Schüler:innen der Mozartschule kommen heute aus vielen verschiedenen Ländern. Auch die Darstellung des modernen Kinderpaars verweist auf ein verändertes Rollenbild der Kinder in der heutigen Gesellschaft im Vergleich zu 1917. (VK)